edition 1959

ENGLISH

KONZEPT

MOTIVAUSWAHL-BESTELLUNG

GESAMTARCHIV

TECHNIK

DER 7. TAG
ein Kunstprojekt mit Camera Obscura

Machen Sie mit!
und


BELICHTEN SIE EINE FOTOGRAFIE 7 TAGE LANG

in einer Technik von Nicéphore Niépceaus aus dem Jahr 1816
ohne Fotolabor und ohne Chemie.

Lochkamera für die Langzeitbelichtungen

Der 7. Tag - Teilnahme

Sie erhalten 1 Wunderdose (Fotoapparat) geladen mit Fotopapier, einen Briefumschlag und eine Beschreibung. Auf dem Briefumschlag befindet sich eine Nummer, unter dieser Nummer finden Sie die Bilder im Internet. Ich scanne die Negative für Sie ein und die fertigen Bilder können Sie dann im Internet anschauen und downloaden.
Durch die Teilnahme an diesem Projekt haben Sie Zugang zum Archiv, in dem alle Bilder, von allen Teilnehmern für Sie bereit stehen. Sie können sie speichern, ausdrucken oder ausdrucken lassen (die Qualität reicht sogar für einen Druck auf eine Leinwand in der Grösse 50x50 cm). Das Negativ welches Sie mir zuschicken wird beim einscannen durch den durchlaufenden Lichtbalken zerstört, es bleibt also nur Information übrig. (sehr poetisch :)). Es ist deswegen nur ein einziger Scann Versuch möglich. Aus diesem Grund sind auch die Grenzen gesetzt, was die Auflösung betrifft (bei sehr grossen Dateien würde der Qualitätsverlust im Verlauf vom Bild sichtbar sein)

Befestigen Sie die Dose (Bildwinkel ca. 120° - entspricht ca. 15 mm Brennweite im Kleinbildformat) und belichten Sie mindestens 7 Tage lang. Die Aufnahme startet wenn Sie den Klebestreifen entfernen.
Nach dem Belichten holen Sie das fertige Negativ aus der Dose (bei gedämpftem Licht!!!) und schicken es mit beigelegtem Briefumschlag an die Adresse:

Atelier Zajfert
Gutbrodstr. 42
70193 Stuttgart


Die fertigen Bilder stehen
HIER (DER 7. TAG / BILD - ARCHIV) zum Download bereit.

Der 7. Tag - Aufnahmetechnik

Bereits um ca. 1200 war Albertus Magnus die Oxidation und Schwärzung des Silbernitrats bekannt. Im Jahr 1719 hat Johann Heinrich Schulze experimentell als erster nachgewiesen, dass Silbersalze sich bei Sonneneinstrahlung verdunkeln.

Diese Eigenschaft vom Silbernitrat nutzte Nicéphore Niépce in seinem fotografischen Experiment, aus dem Jahr 1816. Mit Silbernitrat beschichtetes Papier befestigte er auf die Rückseite einer Camera Obscura (die mit einer Linse ausgestattet war) und legte sie an ein Fenster. Nach ein paar Tagen der Belichtung entstand ein Abbild im Negativ, das bei der Lichteinwirkung schwarz wurde und verschwand. Dieses Verfahren nannte Niépce „Retina“.

Die Kamera aus dem Projekt „Der 7. Tag“ hat anstatt einer Linse, ein Stück Aluminium mit einem kleinen gestochenen Loch. Auf der Rückwand ist, mit Silberbromid beschichtetes, Fotopapier (herkömmliches Schwarzweiss Fotopapier). Da, durch das Loch viel weniger Licht als durch eine Linse kommt, sind im Vergleich zum Verfahren von Niépce viel längere Belichtungszeiten notwendig. Das entscheidende ist, was im Jahr 1816 nicht möglich war, die Erhaltung von dem so entstandenen Negativ. Heute ist dies durch das digitale Kopierverfahren machbar.
Nach dem Belichten „fixiert“ man den Zustand des Fotopapiers durch abfotografieren oder einscannen. Am Computer lässt sich das Negativ ins Positiv umwandeln.

Zajfert’s  Labortechnik

Die Kameras werden mit einem schwarzweiß Rollfilm geladen: Agfa APX 100 oder Ilford FP4. Aus einem 120 Rollfilm kann man 8 Kameras bestücken. Grundsätzlich werden die Negative länger als nötig belichtet. Anschließend werden sie weich entwickelt (Rodinal 1:50), so dass die Schatten gut durchgezeichnet und der Kontrastumfang des Negativs reduziert ist. Die Negative werden mit Kreppband auf Vergrößerungs-Glasplatten montiert, dadurch erhalten die Fotos später ihren charakteristischen Rand. Die Vergrößerungen werden durch die  Lithtechnik hergestellt. Die Gradation steuert man durch die Belichtungszeit und Entwicklungszeit. Je kürzer belichtet und länger entwickelt wird, desto härter wird das Bild. Durch Nachbelichten und Abwedeln kann man verschiedene Bildpartien anders gestalten. Die Brauntönung der Bilder entsteht direkt während dem entwickeln. Durch die Tonwertreduzierung entstehen Bilder, die an Radierungen erinnern. Die Original Prints werden als Vorlage für den Kunstdruck aus der Edition 19.59 verwendet (Pigmentdruck auf Hahnemühle Büttenpapier - Photo Rag).

Für die Langzeitbelichtungen nutzt Zajfert die Lochkamera und die Technik aus dem Projekt „Der 7. Tag“

Links:
So entstanden Aufnahmen für die Serie:
MIHAELAS GARTEN

Rechts:
Entwickeltes Negativ montiert mit Kreppband auf einer Vergrößerungs-Glasplatte.
Ein 13x18 cm Kondensor - Vergrösserung
 

IMPRESSUM

KONTAKT

© PRZEMEK ZAJFERT